Freitag, 13. Januar 2017

Mandelkuchen mit Ricotta - glutenfrei

Hallo meine Lieben,

heute habe ich ein wirklich leckeres und glutenfreies Rezept für euch. Denjenigen unter euch, die wegen einer Unverträglichkeit auf die meisten meiner Rezepte verzichten müssen, lege ich diese Rezept ganz besonders ans Herz. Ich versuche immer wieder mal ein Rezept umzubauen, aber leider ist das Ergebnis oft gar nichts zum Herzeigen. Dieses hier ist aber echt prima geworden. :-)
Ich habe das Rezept auf eine 22cm-Form berechnet, aber mit der Umrechnungstabelle von Sallys Blog könnt ihr es ganz leicht auf andere Formgrößen umrechnen.


Für eine Form mit 22 cm Durchmesser braucht ihr:

2 kleine Äpfel
1 Bio-Orange (unbehandelt)
4 Eier (Größe M)
220 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
100 g Butter
250 g Ricotta
220 g gemahlene Mandeln
4 EL Kartoffelstärke
80 g Mandelstifte oder gehackte Mandeln
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz


So wird's gemacht:

1. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Orange waschen, Schale abreiben und Saft auspressen. Apfelstücke mit 2 EL Orangensaft mischen. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Eier trennen. Das Eiweiß mit Salz und der Hälfte des Zuckers steif schlagen und beiseite Stellen.

3. Butter mit Zucker und Vanilleextrakt schaumig schlagen. Eigelbe unterrühren, Orangenabrieb und Zimt dazu geben. Zuletzt Ricotta, Kartoffelstärke und gemahlene Mandeln darunter rühren. Wenn euch der Teig zu trocken erscheint gebt etwas Orangensaft dazu, wenn er zu nass ist etwas Stärke. Zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben.

4. Die Hälfte der Masse in die Form geben, dann die Apfelstücke darauf verteilen und mit der anderen Hälfte des Teiges bedecken. Jetzt vorsichtig ein bisschen die obere Teigschicht mit den Äpfeln durchmischen. Alles mit Mandelstiften bestreuen und auf der mittleren Schiene ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe).


Den Kuchen könnt ihr nach dem Abkühlen aus der Form lösen. Vorsicht, er ist ziemlich zerbrechlich!
Mit etwas Puderzucker bestreuen oder gleich so genießen.

Viel Freude beim Backen und alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 8. Januar 2017

Mandel-Safran-Suppe

Hallo meine Lieben,

kennt ihr das auch? Ihr geht mit Freunden eine Kleinigkeit essen und haltet dann die Karte in der Hand und es steht nichts drauf, das euch so richtig das Wasser im Mund zusammen laufen lässt?
Recht häufig treffe ich auf solche umkreativen und lieblosen Speisekarten und wenn man dann schon einmal sitzt, bestellt man halt doch das, was einem am wenigstens schlimm erscheint.

Ganz anders ging es mir jüngst im #zweiviertel in Würzburgs Ludwigstraße. Dort hängt die Speisekarte als riesige Tafel an der Wand und ich konnte mich gar nicht entscheiden zwischen den vielen Gerichten mit tollen Namen. Es wurde dann eine Mandel-Safran-Suppe. Köstlich! Aber nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Mir war sie einfach zu "grob", zu wenig cremig. Eine Suppe möchte ich einfach nicht kauen müssen :-) Aber geschmacklich wirklich eine Wucht.

Zu Hause habe ich mich dann daran gemacht ein Rezept zu kreieren, das dem eben verkosteten möglichst nahe kommt, aber die von mir gewünschte cremige Konsistenz aufweist. Das Ergebnis hat mich sofort begeistert und ich teile es daher gern mit euch.

Für 4 Portionen braucht ihr:

200 g gemahlene (geschälte) Mandeln
1 TL Safranfäden (oder 1 Döschen Safran 0,2 g)
1 l Gemüsebrühe
6 EL Olivenöl
5 Knoblauchzehen
1/4 TL Kreuzkümmel
1 Prise Zucker
1/2 TL Salz
Pfeffer
1/2 Bund Petersilie



So wird's gemacht:

1. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Achtung, das geht erst langsam und dann auf einmal sehr schnell. Immer dabei bleiben und die Mandeln in Bewegung halten. Dann beiseite stellen.

2. Gemüsebrühe mit Safran aufkochen. Ich habe dieses Mal nicht mein Pulver sondern eingelegten Suppengemüse genommen. Das ist recht einfach selbst herzustellen (wie das geht zeige ich euch ein anderes Mal) aber ihr könnt es zum Beispiel auch bei Gaumenfreund in Würzburg kaufen. Dort gibt es noch viel mehr Köstliches zum Genießen. Ein Besuch in dem wirklich schönen Laden in der Mergentheimer Straße lohnt sich immer!

3. Knoblauchzehen hacken und in Olivenöl andünsten. Dann den Topf vom Herd nehmen und die gerösteten Mandeln dazu geben. Petersilie hacken und mit den Mandeln und ein oder zwei Schöpfkellen Brühe mischen und cremig pürieren. Ich habe es im Magnetic Drive Blender von KitchenAid gemacht, da entsteht ein sehr feines Mus. Ein Pürierstab tut es aber auch.

4. Die Mandelmasse zurück zur Brühe geben und nochmals etwa 10 Minuten köcheln lassen.

5. Den Kreuzkümmel mit Zucker und Salz fein mörsern (oder gemahlenen Kreuzkümmel verwenden) und die Suppe mit dieser Würzmischung und Pfeffer abschmecken.


Die Suppe mit etwas Petersilie oder ein paar Safranfäden oder Croutons garnieren und servieren. Dazu reiche ich Ciabatta oder Baguette. Anstelle von Petersilie könnt ihr auch Koriandergrün verwenden, dann schmeckt die Suppe noch eine Spur exotischer. Ich mag aber überhaupt kein Koriandergrün und nehme daher immer Petersilie :-)

Viel Freude beim Kochen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Montag, 2. Januar 2017

Lachs-Gemüse-Frittata

Hallo meine Lieben,

das Rezept, das ich heute für euch habe, ist ein echter Geheimtipp für alle Anfänger am Herd und für alle, die gern gut und einfach kochen und essen!

Eine Frittata ist eigentlich so etwas wie ein "italienisches Omelette" und wird üblicherweise in der Pfanne bei mittlerer Hitze langsam gestockt. Aber meine Frittata ist im Backofen gemacht, das hat den großen Vorteil, dass ihr viel größere Portionen gleichzeitig fertig habt und dass ihr nicht die ganze Zeit dabei stehen bleiben müsst.
Viel Zeit also um den Tisch schön zu decken und sich auf das gute Essen zu freuen.

Ich habe meine Frittata mit Lachs gemacht, aber das geht auch prima ohne Fisch. Nehmt Einfach noch ein oder zwei Sorten buntes Gemüse dazu. Paprika, Kirschtomaten, Kürbis oder Karotten - passt alles prima dazu. Oder nehmt ein Stück guten würzigen Käse und gebt den gewürfelt dazu.

Die Frittata schmeckt warm und kalt und kann als Vorspeise, Hauptgericht, zum Brunch oder als Partysnack begeistern.

Für 4 bis 6 Portionen (eher 6) braucht ihr:

500 g Lachsfilet (ohne Haut, z.b. tiefgekühlt)
600 g festkochende Kartoffeln
3 EL Olivenöl
300 g Erbsen (tiefgekühlt)
150 g Ziegenfrischkäse
200 g saure Sahne
12 Eier
1 Handvoll Dill
1 Handvoll Petersilie
Salz
Pfeffer
Paprikapulver scharf
Muskatnuss


So wird's gemacht:

1. Lachs auftauen lassen, waschen und trocken tupfen. Dann in etwa 2 cm große Würfel schneiden.

2. Backofen auf 200°C vorheizen. Kartoffeln schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Mit Olivenöl vermengen und in eine ausreichend große Auflaufform geben (ca. 35 x 25 cm). Die Kartoffelwürfel auf der mittleren Schiene im Ofen 20 Minuten garen. Während die Kartoffeln im Ofen sind geht es mit den nächsten Schritten weiter.

3. TK-Erbsen in einem Sieb mit heißem Wasser abspülen und beiseite stellen.

4. In einer Rührschüssel die Eier mit dem Ziegenfrischkäse und der sauren Sahne vermischen. Die Kräuter waschen, fein hacken und zur Eiermasse geben. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und gemahlener Muskatnuss würzen.

5. Den Backofen auf 120°C herunter schalten. Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und in der Auflaufform mit Erbsen und Lachs mischen. Alles gleichmäßig verteilen, noch einmal salzen und pfeffern und mit der Eiermasse übergießen.

6. Auf der mittleren Schiene 45 bis 60 Minuten bei 120°C stocken lassen. Falls die Frittata zu dunkel wird deckt ihr sie mit einem Stück Backpapier oder Alufolie ab.


Wenn ihr die Frittata warm genießen wollt, lasst sie trotzdem etwa 5 Minuten stehen bevor ihr sie zerteilt und aus der Form nehmt, damit sie sich noch ein wenig setzt und fester wird.
Ihr könnt einen leckeren Dipp aus saurer Sahne und Kräutern dazu servieren, aber mir schmeckt die Frittata auch ganz pur.

Viel Freude beim Kochen und Genießen und alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 24. Dezember 2016

Ravioli mit Pilzfüllung in Salbeibutter

Hallo meine Lieben,

ich habe mal wieder in einem Anfall von Eifer beschlossen, dass ich selbst Nudeln machen möchte. Aber dieses Mal sollten es nicht einfach Bandnudeln werden, sondern Ravioli mit einer selbst gemachten Pilzfüllung. Zugegeben, das ist ein ganz schöner Zeitaufwand. Das Ergebnis ist aber jede Mühe wert und das glückliche Gesicht von meinem Spatzl entschädigt für die Geduldsarbeit beim Füllen der kleinen Nudeltaschen. :)

Für 6 Portionen braucht ihr:

Für die Nudeln:
200 g Mehl
200 g Hartweizengrieß
5 g Salz
2 Eier
75 ml Wasser
25 ml Olivenöl
1 TL Kurkuma (nach Belieben)
1 Eiweiß (zum Verkleben der Ravioli)

Für die Füllung:
400 g Champignons
3 EL getrocknete Pilze
3 Schalotten
50 g Butter
1 Bund Petersilie
150 g saure Sahne
70 g Parmesan
3 EL Walnüsse
Salz
Pfeffer
Muskat


außerdem:
Butter
Salbei


So wird's gemacht:

1. Mehl, Grieß, Salz, Wasser, Öl und Eier zu einem Nudelteig verkneten. Das geht wirklich am besten mit dem Knethaken der Küchenmaschine. Der Teig ist fertig wenn er nicht mehr an der Schüssel klebt. Das Kurkuma habe ich hauptsächlich wegen der gelben Farbe dazu gegeben. Den Teig wickelt ihr in Frischhaltefolie ein und legt ihn für 2 Stunden in den Kühlschrank.

2. Während der Teig durchkühlt könnt ihr die Füllung vorbereiten. Dazu die Schalotten schälen und fein würfeln. Pilze putzen und ebenfalls klein schneiden. Die getrockneten Pilze (Steinpilze geben ein tolles Aroma ab) in Wasser einweichen und nach etwa 30 Minuten ausdrücken und ebenfalls klein schneiden.

3. Butter in einer großen Pfanne zerlassen und die Schalotten glasig dünsten. Dann die Pilze dazu geben und so lange braten bis kein Wasser mehr austritt. Dann zum Abkühlen beiseite stellen.

4. Parmesan reiben, Nüsse und Petersilie hacken. Alles zusammen mit der sauren Sahne zu den Pilzen geben und vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

5. Den Nudelteig in 8 bis 10 Stücke teilen und mit der Nudelmaschine stufenweise ausrollen. Ich habe mich für Stufe 6 (von 9) entschieden und rate euch eher zu Stufe 5, damit der Teig nicht so leicht reißt.

6. Die Teigplatten lagert ihr am besten auf sauberen Geschirrtüchern und bestreut sie mit etwas Grieß, damit sie nicht kleben. Ich habe mir kürzlich Ravioli-Stanzen gekauft, aber die braucht ihr nicht unbedingt. Eine Gabel und ein scharfes Messer oder ein Pizzaschneider reichen auch.

7. Markiert euch ungefähr die große der einzelnen Ravioli entlang der langen Kante einer Teigplatte. Dann setzt ihr jeweils einen Teelöffel eurer Pilzfüllung mitten auf jeden Abschnitt und bestreicht die Ränder dann mit Eiweiß. Dann wird die Teigplatte der Länge nach über die Füllung geklappt und festgedrückt. Passt auf, dass ihr möglichst keine Luft mit einpackt, sonst platzen die Ravioli beim Kochen.

8. Die einzelnen Ravioli jetzt ausstanzen oder mit dem Messer ausschneiden. Die Ränder könnt ihr mit den Zinken einer Gabel noch andrücken und ihnen so das gewellte Aussehen verpassen. Die Ravioli wieder auf den Geschirrtüchern ablegen, so können sie noch etwas antrocknen.

9. In einem großen Topf Wasser und eine Handvoll Salz zum Kochen bringen. Die Ravioli darin gar ziehen lassen, das dauert ungefähr 2 bis 3 Minuten. Ich habe die Nudeln in 3 Portionen gegart und die fertigen immer mit einer Schaumkelle aus dem Wasser geholt.

10. Während die Nudeln gar ziehen könnt ihr in einer großen Pfanne reichlich Butter zerlassen und einige Salbeiblätter dazu geben. Dann die abgetropften Ravioli kurz und heiß anbraten und servieren. Die gebratenen Salbeiblätter zum garnieren verwenden und nach Belieben noch mit Parmesan bestreuen.


Ich bin jetzt beim Schreiben selbst überrascht, dass es doch so viele Schritte sind. Ich hoffe ich habe nichts vergessen, bin aber sicher ihr kommt mit der Beschreibung zurecht. Wie schon gesagt ist das dieses Mal kein schnelles Rezept, aber es ist den Aufwand wirklich wert.

Probiert es mal aus und schreibt mir ob es euch geschmeckt hat.

Alles Liebe
Euer Steffen

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Spritzgebäck

Hallo meine Süßen,

Spritzgebäck gehört mit zu meinen ersten Erinnerungen an Weihnachten. Vielleicht sogar weniger an das Gebäck als vielmehr an den Herstellungsprozess. In diesen hatte meine liebe Oma mich schon recht früh eingebunden. Wenn ich so zurück denke kommt es mir manchmal so vor, als hätte ich meine Kindheit hauptsächlich auf der Arbeitsfläche in Omas Küche sitzend verbracht. Meine Uroma hat mir den Kinder-Hit "Backe backe Kuchen" vorgesungen und meine Oma ließ mich Plätzchen ausstechen. Richtig toll war es aber, wenn ich die Kurbel des großen, gusseisernen Fleischwolfs mit der Aufschrift "Alexanderwerk" drehen durfte. Oma hat dann am anderen Ende des Fleischwolfs ihre liebe Mühe damit gehabt, gleich große Stücke abzuschneiden und aufs Bachblech zu bugsieren und mich zu einem gleichmäßigen Rhythmus anzuhalten.

Ich glaube ja, dass wir ein gut eingespieltes Team waren, aber ich fürchte da verkläre ich die Vergangenheit ein bisschen.

Ich habe mein Spritzgebäck in diesem Jahr erstmals mit dem Fleischwolf-Zubehör für meine KitchenAid Küchenmaschine gemacht. Da mir dieses Teil für meinen Vegetarierhaushalt überflüssig erschien habe ich ihn mir von einer lieben Freundin ausgeliehen. Im nächsten Jahr werde ich wieder mein handbetriebenes Modell inklusive einer menschlichen Kurbelhilfe benutzen. Die elektrische Variante hat mich schlicht nicht überzeugt.

Das Rezept für mein Spritzgebäck stammt jedoch noch von meiner Oma und das überzeugt mich jedes Jahr aufs Neue!

Für etwa 100 Stück braucht ihr:

150 g Butter
125 g Zucker
100 g gemahlene Mandeln
2 Eier
1 Päckchen Vanillezucker oder 1/2 TL Vanillepulver
300 g Mehl
1 TL Backpulver



So wird's gemacht:

1. Butter schaumig rühren, Zucker und Vanillezucker dazu geben. Eier nacheinander unterrühren.

2. Mehl und Mandeln dazu geben und langsam zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten. Den Teig in Folie gewickelt mehrere Stunden in den Kühlschrank legen. Je nach Größe der Eier kann es sein dass ihr etwas mehr Mandeln oder Mehl dazu geben müsst. Ich habe mit Größe M gearbeitet.

3. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig portionsweise durch den Fleischwolf mit Spritzgebäckaufsatz drehen und dabei etwa fingerlange Stücke abschneiden und auf das mit Backpapier belegte Blech legen. Ich habe auch schon mit einer Kekspresse gearbeitet. Das geht alleine am einfachsten, da ihr die Plätzchen direkt aufs Backpapier spritzen könnt. Allerdings sieht es dann halt nicht aus wie Spritzgebäck.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 10 bis 12 Minuten backen bis die Spitzen ganz leicht Farbe annehmen.


Das fertige Spritzgebäck könnt ihr mit etwas geschmolzener Schokolade oder Kuvertüre verzieren, wenn ihr das mögt. Zuckerguss passt für mich nicht so dazu. Ich mag es am liebsten ganz pur und ohne Schokolade.

Ihr könnt natürlich auch S-Formen oder Kringel oder andere Formen aus dem Spritzteig legen und backen. Achtet aber darauf, dass eure Plätzchen dann nicht zu groß werden. Es ist immer noch eine Nascherei und kein Hauptgericht. :-)

Alles Liebe
Euer Steffen

Sonntag, 18. Dezember 2016

Pecannuss-Taler

Hallo meine Lieben,

wie ihr vielleicht schon wisst mach ich einfache Weihnachtsplätzchen ganz besonders gern. Kein herumkleckern mit Zuckerguss oder Schokolade, keine Marmelade, mit der hauchdünne Plätzchen dann zu Türmen aufgeschichtet werden... Schmeckt zwar alles toll, macht mir aber wenig Spaß.

Im letzten Jahr hatte ich ganz tolle Heidesandplätzchen ausprobiert und diese Rezepte nun um eine Pecannuss-Version erweitert.
Falls ihr keine Pecannüsse habt oder sie nicht so gern mögt könnt ihr sie einfach durch Walnüsse ersetzen. Schmeckt auch super. Ich mag jedoch Pecannüsse etwas lieber, da sie weniger herb sind.

Für etwa 80 Stück braucht ihr:

180 g Mehl
70 g Speisestärke
1 TL Backpulver
125 g Butter
110 g Zucker
1 Msp. Vanillepulver oder 1 Päckchen Vanillezucker
3 Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei
1 Eiweiß
100 g gemahlene Pecannüsse
80 Pecannuss-Hälften (etwa 200 g)




So wird's gemacht:

1. Sucht aus den Pecannüssen 80 schöne Hälften aus, die nicht gebrochen sind und nehmt dabei am besten die kleineren. Dann wiegt ihr vom Rest 100 g ab und mahlt diese im Zerkleinerer oder in der Nussmühle fein.

2. Mehl, Stärke und Backpulver in eine Schüssel sieben. Butter in Stückchen dazu geben. Ei, gemahlene Nüsse, Zucker, Vanille und Aroma ebenfalls dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.

3. Aus dem Teig zwei Rollen mit etwa 4 bis 5 cm Durchmesser und etwa 20 cm Länge formen. Die Teigrollen in Frischhaltefolie einwickeln und über nacht in den Kühlschrank legen.

4. Backofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Die gut durchgekühlten Teigrollen in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und Bleche mit Backpapier legen.

5. Die Nusstaler mit Eiweiß bestreichen und jeweils mit einer Pecannuss-Hälfte belegen. Auf der zweiten Schiene von untern etwa 12 Minuten backen. Wenn die Taler abgekühlt sind lagert ihr die Plätzchen am besten in Blechdosen.


Bitte denkt dran, dass jeder Ofen ein bißchen anders "tickt" und achtet daher immer beim ersten Blech einer Sorte Plätzchen genau auf die Backzeit. Es kann sein, dass euer Ofen etwas schneller als meiner ist, oder auch etwas mehr Zeit für das gleiche Ergebnis braucht. Passt dann die Backzeit bitte einfach eurem Ofen an. Bei einem Kuchen ist das nicht soooo schlimm, aber bei feinem Gebäck, dass nur wenige Minuten braucht ist ein Unterschied von 2 Minuten manchmal fatal.

Alles Liebe
Euer Steffen

Samstag, 17. Dezember 2016

Pistazien-Biberle

Hallo meine Lieben,

"Biberle" sind, nach allem was ich in Erfahrung bringen konnte, eine Schweizer Spezialität und eigentlich nur eine Art Lebkuchen, die mit einer Marzipanmasse gefüllt sind.

Die Füllung kann mit Vielerlei Zutaten variiert werden und ich habe mich für eine Variante mit Pistazien entschieden, weil ich sowohl die Farbe als auch den Geschmack liebe. Wenn ihr lieber pures Marzipan mögt geht das auch, oder nehmt gemahlene Walnüsse, oder ein bisschen Instant-Espresso-Pulver, oder oder oder...


Für etwa 60 Stück braucht ihr:

125 g Honig
50 g Zucker
5 EL Wasser
275 g Mehl
4 EL Rum (oder Orangensaft)
2 TL Lebkuchengewürz
1/2 TL Pottasche
1 Eiweiß
80 g gemahlene Pistazienkerne
200 g Marzipanrohmasse

außerdem:
3 EL Wasser
1 EL Zucker
2 TL vegetarisches Geliermittel


So wird's gemacht:

1. Pistatienkerne im Zerkleinerer oder in der Nussmühle fein mahlen. Zucker, Honig und 5 EL Wasser in einem kleinen Topf erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann wieder abkühlen lassen.

2. Mehl mit der Honigmischung, 2 EL Rum und Lebkuchengewürz in eine Schüssel geben. Die Pottasche gut mit dem Eiweiß vermischen und zu den übrigen Zutaten geben. Jetzt alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie einwickeln und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig hat eine gummiartige Konsistenz, das ist in Ordnung.

3. Von den gemahlenen Pistazien 2 EL wegnehmen und beiseite stellen. Die übrigen Pistazien mit dem Marzipan und dem restlichen Rum verkneten und die Masse zu zwei etwa 40 cm langen Strängen rollen.

4. Nun den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Nehmt reichlich Mehl, da der Teig wirklich ziemlich klebrig und weich ist. Rollt ihn zu einem Rechteck von etwa 40 x 15 cm aus und schneidet den Teig der Länge nach in zwei Hälften, die ihr dann mit Eiweiß bestreicht.

5. Auf jede Teighälfte eine Marzipanrolle legen und einrollen. Nochmals für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

6. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Rollen nochmals rund rollen und dann in dreieckige Stücke schneiden, die an der breiten Seite etwa 2 cm dick sind. Auf mit Backpapier belegte Bleche setzen und auf der zweiten Schiene von unten etwa 10 Minuten backen.

7. In einem kleinen Topf 3 EL Wasser, 1 EL Zucker und 2 TL vegetarisches Geliermittel erhitzen bis sich alles gelöst hat. Die Biberle noch heiß mit der Zuckermischung bestreichen und mit den restlichen gemahlenen Pistazien bestreuen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.


Ich bin begeistert wie lecker die weichen und würzigen Biberle schmecken. Aber ich muss euch gestehen, ich war nicht sicher ob sie gelingen. Der Teig ist schon sehr seltsam und neigt dazu in alle Richtungen davon zu fließen wenn er zu warm wird. Wenn ihr ihn immer schön kühl haltet funktioniert es aber ganz gut.

Alles Liebe
Euer Steffen

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Honig-Mandel-Kugeln

Hallo meine Lieben,

ich habe dieses Jahr wieder einige Rezepte für meine Weihnachtsplätzchen zusammen gestellt, die ich bisher noch nie ausprobiert habe. So traditionell Weihnachten auch ist und so gern ich auch altbekannte Sorten wie Springerle, Heinerle und Gewürzsterne mag, so gern lasse ich auch Neues zu und probiere aus.
Schließlich hat auch jedes traditionelle Gebäck irgendwann mal jemand zum ersten Mal gebacken.

Mir ist wichtig, dass ich wenig Arbeit mit dem Backen der Plätzchen habe. Ich mag es nicht so gern wenn ich nach dem Backen noch stundenlang bemalen und dekorieren muss. Ein bißchen was verschönern ist ok, aber es so schnell und einfach sein.

Die Honig-Mandel-Kugeln sind da einfach perfekt. Die kommen schon fast fertig aus dem Ofen. Allerdings brauchen Sie eine Nacht Ruhe. Deswegen mache ich es beim Backen für Weihnachten eigentlich immer so, dass ich an einem Tag die Teige mache und am andern Tag dann die Plätzchen backe.

Für etwa 60 Stück braucht ihr:

350 g Mehl
250 g Butter
80 g Zucker
1 EL Vanillezucker
50 g Honig
150 g Mandeln (geschält und gemahlen)
2 Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei
2 EL Honig
50 g brauner Zucker




So wird's gemacht:

1. Mehl in eine Schüssel sieben. Butter in Stücke schneiden und dazu geben. Zucker, Vanillezucker, 50 g Honig, Aroma und das Ei dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. In Folie eingewickelt über Nacht kühl stellen.

2. Backofen auf 180°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei bis drei Backbleche mit Papier belegen.

3. Aus dem Teig gleichmäßige Stücke schneiden. Ihr könnt auch einen Strang rollen und den dann aufschneiden. Macht es einfach so, wie es euch am leichtesten fällt die Stücke etwa gleich groß zu bekommen. Ich habe etwa 1,5 cm große Würfel geschnitten und diese dann zu Kugeln gerollt und aufs Blech gesetzt.

4. Auf der mittleren Schiene etwa 15 Minuten backen. Der Boden der Kugeln soll goldbraun werden.

5. Noch heiß mit dem übrigen Honig bestreichen und kopfüber in braunen Zucker tauchen. Auf einem Gitter abkühlen lassen und dann in Blechdosen verpacken.


Diese Plätzchen haben wirklich potential auch in den nächsten Jahren einen Platz auf dem Weihnachtsteller zu bekommen. Backt sie doch mal nach und schreibt mir, wie sie euch schmecken.

Alles Liebe
Euer Steffen